LEITUNG

RET Germany Präsidentin und CEO

Frau Elçin Demirel Topuz

Elçin Demirel ist seit 2025 Geschäftsführerin von RET Germany. Zuvor war sie als Chief Operations Officer und für die technische Programmentwicklung tätig und davor als Landesdirektorin in der Türkei. Sie verfügt über fundierte Kenntnisse in zentralen Managementbereichen – von der Strategieentwicklung und -umsetzung bis hin zu Marketing und Fundraising in der Türkei. 

Bevor sie 2015 zu RET kam, arbeitete sie ein Jahrzehnt lang im südöstlichen Teil der Türkei als Regional Development Specialist und Program Coordinator bei der Tigris Development Agency. Dort führte sie Forschungsprojekte durch, die auf die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung der Region abzielten, und erstellte regionale Entwicklungs- und sektorspezifische Pläne. Zudem bereitete sie Analysen der aktuellen sozialen Lage sowie Förderprogramme vor, um lokale Behörden, KMU und NGOs entsprechend den Prioritäten der Region und der Sektoren zu unterstützen. Sie war außerdem für den Kapazitätsaufbau lokaler Institutionen verantwortlich und bereitete EU-/HRDP-Operationen und Projekte im Auftrag der Agentur und der Stakeholder vor. 

Seit 2015 arbeitet Elçin aktiv mit vulnerablen Gruppen (syrische und irakische Geflüchtete, benachteiligte Gastgemeinschaften) und setzt Programme zur Frauenförderung, Kinderschutz, Jugendförderung, beruflichen Qualifizierung und Sprachbildung um, die von UNICEF und UNHCR im Auftrag von RET finanziert werden. 

Von 2017 bis 2019 war sie zudem Regionalkoordinatorin bei Sequa gGmbH und Mitglied des Managementteams des Projekts Deutsch-Türkische Partnerschaft zur beruflichen Qualifizierung (TAMEB). Dieses Projekt unterstützte türkische Gruppen, die neben den syrischen Geflüchteten unter vorübergehendem Schutz besondere Fördermaßnahmen benötigten, mit Sprachkursen, sozialen Integrationsmodulen und beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen. 

Elçin verfügt über umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Schutz, Bildungs- und Existenzsicherungsprogramme, deren Entwicklung, Monitoring und Evaluation. 

Sie hat einen Bachelorabschluss in Politikwissenschaft und Public Administration von der Middle East Technical University (METU) in der Türkei. 

VORSTAND

Vorsitzender

Herr Anne Willem Bijleveld

Ehemaliger Direktor der Abteilung für Externe Beziehungen und Direktor für Europa beim UNHCR. Persönlicher Beauftragter des Hohen Kommissars für die Westbalkan-Region.

Vorstandsmitglied

Frau Elçin Demirel Topuz

Geschäftsführerin von RET Deutschland seit 2025. Zuvor Chief Operations Officer und Leiterin der technischen Programmentwicklung bei RET.

Vize-Vorsitzender

Dr. Bahadir Engin

Ph.D. in Sozialpolitik und Beschäftigung – Arbeitsbedingungen und Arbeitsunfälle; Personalmanagement; Executive Social Policy und Beschäftigung (Industrie- und Arbeitsbeziehungen)

Sekretär

Dr. Frank Nagelschmidt

Rechtsanwalt, Partner bei SES Berlin

Schatzmeisterin

Frau Ute Kollies

Ehemalige Büroleiterin der UN-Koordination für humanitäre Angelegenheiten

UNSERE GRÜNDERIN

1927–2019

Frau Sadako Ogata

RET International, die Schwesterorganisation von RET Germany e.V., wurde im Jahr 2000 von Frau Sadako Ogata (1927–2019) gegründet, am Ende ihrer zweiten Amtszeit als Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR). Frau Ogatas Vision für RET war es, eine große Lücke zu überbrücken, die sie während ihrer Zeit als Leiterin der UN-Flüchtlingsagentur beobachtet hatte – insbesondere im Bereich Bildung für Jugendliche. 

Während Krisen lagen die Prioritäten der Geber immer auf lebensrettenden Grundbedürfnissen wie Nahrung, Wasser, Unterkunft und Kinderschutz. Die Budgets reichten selten aus, um die Bedürfnisse junger Menschen zu decken. Dies hatte tragische Folgen, da Krisen zunehmend langwierig sind und oft Jahre oder sogar Jahrzehnte andauern. 

Wenn Jugendlichen keine Chancen gegeben werden, werden sie verletzlich gegenüber illegalen Aktivitäten, Banden, Kinderarbeit, Drogenhandel, sexuellem Missbrauch, Menschenhandel, Gewalt und mehr. RET vermittelt ihnen daher die Fähigkeiten, diesen Bedrohungen zu begegnen und ihre Resilienz zu entwickeln, um selbstständig und eigenverantwortlich zu werden. 

Zu Beginn war RET ausschließlich in Flüchtlingslagern tätig und nutzte Bildung als Instrument. Mit der Veränderung der Flüchtlingsmigration und dem Auftreten neuer Krisen verschob sich das Paradigma weltweit, und die speziell für Flüchtlingslager entwickelten Methoden erwiesen sich als anpassungsfähig für Jugendliche in fragilen Umgebungen im Allgemeinen. 

Heute arbeiten wir weiterhin in Flüchtlingslagern, der Großteil unserer Arbeit findet jedoch mit städtischen, vorstädtischen und ländlichen Flüchtlingen, mit Gastgemeinden, mit Binnenvertriebenen, jugendlichen Soldaten, Opfern von Naturkatastrophen und mehr statt. 

Frau Ogata war von 2003 bis 2012 Präsidentin der Japan International Cooperation Agency, von 1991 bis 2000 Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR). Vor ihrer Tätigkeit beim UNHCR war sie 1990 Unabhängige Expertin der UN-Menschenrechtskommission zur Menschenrechtslage in Myanmar, Vertreterin Japans bei der UN-Menschenrechtskommission (1982–1985) sowie Außerordentliche Beauftragte und Ministerin in der Ständigen Vertretung Japans bei den Vereinten Nationen (1978–1979), zuvor dort Ministerin von 1976–1978. 

“Bildung sollte ein Versprechen sein, kein Traum.”

Foto von UN Women, November 2012