Prevention of Radicalization & Violent Extremism

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The root causes of violent extremism are complex, diverse, and intertwined and relate to the structural environment in which radicalization and violent extremism can flourish. Violent extremism is the result of historical, political, economic, and social circumstances, including the impact of regional and global power politics. Growing horizontal inequalities are one of the frequently cited push factors of violent extremism. Unemployment and poverty alone are not the only push factors that stimulate violence and radicalization: perceptions of injustice, human rights violations, social exclusion, widespread corruption, or persistent mistreatment of certain groups are also considered important factors. When all these horizontal inequalities come together for a particular group, radical movements and violence are more likely.

People are drawn into radical and violent movements through deliberate manipulation and accompanying processes (socialization), which are often influenced by personal, emotional or psychological factors such as alienation, search for identity and dignity, revenge for the previous mistreatment, rupture in communication between authority figures and young people as well as virtual communities in social media (pull factors). 

RET’s approach is to tackle these “push and pull” factors simultaneously. To this extent, RET implements a three-axis model that takes into account vulnerability at the micro-level of vulnerable individuals and the meso-level of marginalized, underprivileged communities.

PVE- Framework

Tools: 
Economic Growth: Vocational Training.
Peace: Youth Community Leadership Training, Mixed Social, Cultural, Arts and Sports, Community Peace Events, Youth Networks for Exchange, Quick Impact Initiatives & Community Support Projects.
Protection: Life Skills, Safe platforms/self-help support sessions, Psychosocial Support, Referral to Mental Health/Psychosocial Services.

RET’s intervention is in line the “United Nations Global Counter-Terrorism Strategy Plan of Action to Prevent Violent Extremism” that stress the importance of (i) dialogue, (ii) engaging communities; (iii) empowering youth, congruent with (iv) skills development and employment facilitation (among other initiatives and measures), as a means for preventing conflict and countering extremism.

PVE - Lebanon
PVE Methodology

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Prävention von Radikalisierung & gewalttätigem Extremismus
Radikalisierung und gewalttätiger Extremismus stellen große Herausforderungen für das friedliche und inklusive Zusammenleben von Gesellschaften dar, vor allem in Krisengebieten. Die Ursachen für Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus sind oft sehr komplex und vielfältig, und hängen mit dem spezifischen Umfeld zusammen, in dem sie entstehen. Dabei spielen strukturelle Bedingungen wie die politischen, historischen, wirtschaftlichen und sozialen Umstände eine große Rolle: hohe Arbeitslosigkeit, verbreitete Armut, eingeschränkte politische Freiheiten, patriarchale Gesellschaftsstrukturen, staatliche Unterdrückung sowie Korruption und eine schwache staatliche Leistungsfähigkeit, die den Zugang der Menschen zu Bildung, Gesundheit, Sicherheit und öffentlicher Infrastruktur einschränkt, begünstigen die Entstehung von gewalttätigem Extremismus.

Dazu kommen Verstärkungsfaktoren, die auf individuellen Motivationen und persönlichen Voraussetzungen beruhen. Persönlich gefühlte Ungleichheit, Diskriminierung, Marginalisierung, Entfremdung und Perspektivlosigkeit, die Suche nach Identität, Würde und Anerkennung, Rache für frühere Misshandlungen, aber auch Brüche in der Kommunikation zwischen Jugendlichen und den Autoritätspersonen in den Gemeinden können Hass und Radikalisierung befördern. Radikale Bewegungen nutzen diese Situation bei Jugendlichen oft aus, um sie für ihre Zwecke zu benutzen.
Der Ansatz von RET besteht darin, diese ‚Push- und Pull‘-Faktoren gleichermaßen anzugehen. Dazu nutzt RET ein Modell, das sowohl auf der Mikroebene die Verwundbarkeit der betroffenen Personen und die Stärkung ihrer individuellen Fähigkeiten berücksichtigt, als auch auf Wirkungen auf der Mesoebene abzielt, in dem es die Friedensförderung ganzer Gemeinschaften im Blick hat. Durch die Stärkung der Menschen auf individueller Ebene können positive Effekte für die Gemeinschaft entstehen.

Instrumente:
Wirtschaftliches Wachstum: Berufsausbildung.
Frieden: Leadership Training für Jugendliche, soziale, kulturelle, künstlerische und sportliche Friedensveranstaltungen, Jugendnetzwerke, schnell wirksame Initiativen & Projekte zur Unterstützung von Gemeinden.
Schutz: Lebenskompetenzen, sichere Plattformen/Selbsthilfesitzungen, psychosoziale Unterstützung, Überweisung an psychische Gesundheitseinrichtungen/psychosoziale Dienste.

Der Einsatz von RET steht im Einklang mit dem Aktionsplan der Vereinten Nationen zur Verhinderung von gewalttätigem Extremismus der Globalen Strategie zur Terrorismusbekämpfung (‚United Nations Global Counter-Terrorism Strategy – Plan of Action to Prevent Violent Extremism‘), der die Bedeutung (i) des Dialogs, (ii) der Einbindung der Gemeinschaften, (iii) der Befähigung junger Menschen, im Einklang mit (iv) der Entwicklung von Kompetenzen und Fähigkeiten sowie der beruflichen Eingliederung (neben anderen Initiativen und Maßnahmen) als Mittel zur Konfliktprävention und zur Bekämpfung von Extremismus hervorhebt.