Jobs for Peace & Resilience

[en] Jobs for Peace & Resilience – Community Stabilization
RET’s approach aims to mainstream social cohesion and peaceful coexistence through equitable access to livelihoods and decent jobs. Equal access to livelihoods helps prevent outbreaks of social tension between communities experiencing a sense of inequality and injustice, including refugees, internally displaced persons (IDPs) and host communities.

[de] Beschäftigung für Frieden & Widerstandsfähigkeit
Der Ansatz von RET zielt darauf ab, durch gleichberechtigten Zugang zu Lebensgrundlagen und menschenwürdigen Arbeitsplätzen den sozialen Zusammenhalt und die friedliche Koexistenz von Gemeinschaften zu fördern. Dies trägt dazu bei, den Ausbruch sozialer Spannungen zwischen Gemeinschaften zu verhindern, die ein Gefühl der Ungleichheit und Ungerechtigkeit empfinden, darunter Geflüchtete, Binnenvertriebene und Aufnahmegemeinden.

[en]

Community Stabilization through Decent Work – Afghanistan 
In the 18th year of the war in Afghanistan, five armed conflicts between insurgents, international, and government forces are still taking place. The security situation is highly volatile, and the humanitarian situation is deteriorating. The year 2019 is marked by intensified Taliban insurgency and emerging Islamic State threat with Taliban militants now controlling more territory than ever since the outbreak of the war in 2001.

After years of exile, returnees bring new visions of the future, socio-political views, values, and understandings of Afghan identity to the country, leading to tensions and conflicts with the host society. Their sudden return intensifies competition for land, access to resources, and job opportunities against the backdrop of Afghanistan’s high unemployment rate. Similar tensions and conflicts also arise with internally displaced persons (IDPs) who make up a large part of the population due to the ongoing armed conflict in various parts of the country. Social cohesion is hampered between the host community, the returnees, and IDPs across the provinces and especially in the extremely densely populated Dasht-e- Barchi district in Kabul, where a high rate of IDPs and returnees have difficulties in reintegrating socio-economically.

RET’s interventions in Afghanistan
RET started assisting Afghan refugees residing in Pakistan in 2001 and after that supported the repatriation process into Afghanistan until 2006/7 after which until today it has been supporting Afghan returnees, IDPs and host communities.
SDG 8 (Decent Work) is an essential element of the triple nexus RET is using and represents RET’s approach in mitigating the socio-economic adversities using a multisectoral approach in multiple key areas of intervention.

Employment Opportunities & Enhancing Skills for Employability:
Small Business Training, Entrepreneurial Skills, Focused Training, Financial Literacy and Micro-Credit Training, Job Counselling.
Education: Literacy, Numeracy Life Skills, Accelerated Learning, University Entrance Exam Preparatory Courses.
Peace: Peacebuilding & Conflict Prevention programs, Focused Group Discussion, Community Social Events.
Protection: Life Skills Training, and Basic Healthcare.

To date, RET has directly supported 103,987 participants and indirectly benefitted over 1 million beneficiaries through 39 projects. 

In 2013, RET’s CEO & President Ms Zeynep Gunduz, was awarded both the Award from the Upper House of the National Assembly of Afghanistan and the Massoud National Hero Medal for its concern for the plight of Afghan refugees and returnees. 
In 2019, RET’s Area Director and Afghanistan Country Director were awarded a certificate from the Islam Republic of Afghanistan’s Ministry of Refugee and Repatriations Office of Minister for their services to train Afghan refugees, returnees and IDPs and their enormous achievements toward these people.

Bag_SBT Program (2)

[de]

Stabilisierung der Gemeinschaft durch menschenwürdige Arbeit in Afghanistan
In Afghanistan halten die bewaffneten Konflikte zwischen Aufständischen, internationalen und Regierungstruppen an. Auch 19 Jahre nach Beginn des Krieges ist die Sicherheitslage äußerst instabil, und die humanitäre Lage verschlechtert sich zusehends. Die militanten Taliban kontrollieren heute mehr Territorien als zu Beginn des Krieges im Jahr 2001. Das Jahr 2019 war geprägt durch zunehmende Anschläge der Taliban und die wachsende Bedrohung durch den Islamischen Staat.

Die Rückkehr von tausenden ehemaligen Geflüchteten Afghan*innen aus Pakistan oder Iran verschärft den Wettbewerb um Land, Zugang zu Ressourcen und Arbeitsmöglichkeiten mit ihren einheimischen Landsleuten. Nach Jahren des Exils bringen die afghanischen Rückkehrenden auch oft neue Zukunftsvisionen, soziopolitische Ansichten und ein neues Verständnis der afghanischen Identität in das Land, was zu Spannungen und Konflikten mit der Aufnahmegesellschaft führt.

Zu ähnlichen Spannungen und Konflikten kommt es auch mit den Binnenvertriebenen, die aufgrund des anhaltenden bewaffneten Konflikts in verschiedenen Teilen des Landes einen großen Teil der Bevölkerung ausmachen. Der soziale Zusammenhalt zwischen der Aufnahmegemeinschaft, den Rückkehrenden und den Binnenvertriebenen ist in allen Provinzen beeinträchtigt, insbesondere im dicht besiedelten Distrikt Dasht-e-Barchi in Kabul, wo sehr viele Binnenvertriebene und Rückkehrende Schwierigkeiten bei der sozioökonomischen Reintegration haben.

Programme von RET in Afghanistan
RET begann 2001 mit der Unterstützung afghanischer Geflüchteter in Pakistan und leistete Hilfe bei ihrer Rückkehr nach Afghanistan bis 2007. Bis heute unterstützt RET Rückkehrende, Binnenvertriebene und Aufnahmegemeinschaften in Afghanistan.
Um die Auswirkungen der wirtschaftlichen und sozialen Härten der Menschen in Afghanistan abzumildern und zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels 8 (menschenwürdige Arbeit) beizutragen, verfolgt RET einen multisektoralen Ansatz.

Beschäftigungsmöglichkeiten & bessere Qualifikationen: zielgruppenorientierte Schulung für Kleinunternehmer*innen, Schulungen in unternehmerischen Fähigkeiten, in Finanzkenntnissen und Mikrokrediten, Berufsberatung.
Bildung: Alphabetisierung, Lebenskompetenzen, Rechnen, beschleunigtes Lernen, Vorbereitungskurse für die Universitätsaufnahmeprüfung.
Frieden: Programme zur Friedensförderung und Konfliktprävention, Fokusgruppendiskussionen, gemeinschaftliche Veranstaltungen.
Schutz: Schulung in Lebenskompetenzen, medizinische Grundversorgung.

Bis heute hat RET über 100.000 direkte Begünstigte und über 1 Million indirekte Begünstigte durch 39 Projekte unterstützt. 

Im Jahr 2013 wurde Zeynep Gündüz, CEO und Präsidentin von RET, für die Bemühungen um die Not der afghanischen Geflüchteten und Rückkehrenden mit dem Preis des Oberhauses der Nationalversammlung Afghanistans und mit der Massoud National Hero Medaille ausgezeichnet.

Im Jahr 2019 erhielten RETs Regionaldirektor und Landesdirektor ein Zertifikat des Ministerbüros des Ministeriums für Flüchtlinge und Repatriierung der Islamischen Republik Afghanistan zur Ehrung ihres Engagements für die Ausbildung afghanischer Geflüchteter, Rückkehrender und Binnenvertriebener.