Disarmament, Demobilization, and Reintegration (DDR)

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Since 2012, RET has been implementing successful DDR programs for children and adolescents who have been engaged with armed groups in South and North Kivu, Democratic Republic of Congo. RET’s approach to DDR is holistic, intending to bring about lasting change in communities affected by the recruitment of underage combatants. It includes:

(1) prevention strategies, such as awareness-raising amongst non-state armed groups, district, and provincial authorities, as well as at more grass-roots community level. Also, RET builds the capacities of local Youth Associations to engage more children and adolescents in positive community engagement, as a protection mechanism against recruitment.

(2) Demobilization of ex-combatants is done in full collaboration with national and local partners (including UEPN-DDR and MONUSCO), with whom RET has collaborated since 2014. Following the legal and formal demobilization process is over, in collaboration with local authorities, the adolescents go through a “Re-orientation” 3-month comprehensive rehabilitation program in RET’s Centers of Transit and Orientation (CTO).
RET works with COTHPAIX, a local theatre association, for the trauma-healing process, alongside fully qualified professional medical and psychological staff. The Centre for Transition (CTO) also provides relevant learning opportunities, to give the young people with relevant skills with which to return to their community. These include basic literacy/numeracy, catch up education for those returning to school, and simple trade skills for income-generation.

(3) A comprehensive and fully supported reinsertion program ensures that ex-combatants are received back into their communities, engage in school or income-generation, and engage with Youth Associations.

(4) Training for parents to form local cooperatives village savings and loans schemes and other sustainable business practices completes the circle, as poverty and unemployment are fundamental causes of the continuation of armed activity in the Kivu’s.

DDR methodology

Some, not all, quantifiable results from RET’s DDR programs:

  • Less than 1% of reinserted ex-combatants re-joined armed groups.
  • Over 85% of trained key stakeholders, including leaders of armed groups, have signed commitment letters to refrain from recruiting adolescents below 18 in armed groups.
  • Over 90% of ex-combatants reinserted into schools are still in school after one year.
  • Over 30 Peace Projects are implemented by the rehabilitated youth to promote peace.

Tools: Prevention and sensitization on international and national legislation relating to the use of children and adolescents in armed groups;
Rehabilitation: Psychosocial Counseling, Basic Functional Literacy, Numeracy Skills, Formal or Vocational Education, Life Plan elaboration, and Recreational Sports and Cultural Activities;
Training of community focal points;
Engaging the Reintegrated ex-combatants into Educational or Income-generating paths as well as in Peace Projects and Youth associations.

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Entwaffnung, Demobilisierung und Wiedereingliederung (DDR) in der Demokratischen Republik Kongo

Seit 2012 implementiert RET erfolgreich Programme zur Entwaffnung, Demobilisierung und Wiedereingliederung (Disarmament, Demobilization and Reintegration, DDR) für Kinder und Jugendliche, die von bewaffneten Gruppen in Süd- und Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo missbraucht werden. Der DDR-Ansatz von RET ist ganzheitlich und zielt darauf ab, neben der Demobilisierung und Reintegration der Kinder und Jugendlichen auch dauerhafte Veränderungen in den Gemeinden herbeizuführen, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind. 

 RET setzt folgenden DDR-Ansatz um:
(1) Präventionsstrategien wie die Sensibilisierung nichtstaatlicher bewaffneter Gruppen, der Distrikt- und Provinzbehörden sowie der lokalen Gemeinden. Darüber hinaus baut RET die Kapazitäten lokaler Jugendverbände auf, um Kinder und Jugendliche mehr in ihre Gemeinschaften einzubinden und damit ihre Rekrutierung in bewaffnete Gruppen zu verhindern. 

(2) Die Demobilisierung von Kindern aus bewaffneten Gruppen und Milizen erfolgt in enger Kooperation mit nationalen und lokalen Partnern (darunter UEPN-DDR und MONUSCO), mit denen RET seit 2014 zusammenarbeitet. Nach Abschluss des rechtlich-formellen Demobilisierungsprozesses durchlaufen die Jugendlichen in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden ein dreimonatiges umfassendes Rehabilitationsprogramm zur Neuorientierung in den Transit- und Orientierungszentren (Centers of Transit and Orientation, CTO) von RET.
RET arbeitet mit der Organisation COTHEFPAIX (Compagnie Théatrale Frères de la Paix)zusammen, einem lokalen Theaterverband, sowie mit qualifiziertem medizinischen und psychologischen Fachpersonal, um die traumatisierten Kinder und Jugendlichen zu begleiten. Das CTO bietet auch wichtige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an, um den jungen Menschen relevante Fähigkeiten für ihr weiteres Leben zu vermitteln. Dazu gehören grundlegende Lese- und Schreibkenntnisse, Zahlenverständnis, nachholende Grundbildung (‚Catch Up Classes‘) und handwerkliche Fertigkeiten zur Einkommensschaffung. 

(3) Ein umfassendes Wiedereingliederungsprogramm stellt sicher, dass Kinder, die Streitkräften und bewaffneten Gruppen angeschlossen waren, wieder in ihre Gemeinschaft aufgenommen werden, die Schule besuchen oder Einkommen erzielen und sich mit Gleichaltrigen in Jugendverbänden engagieren. 

(4) Die Weiterbildung von Eltern zur Bildung lokaler Kooperativen, dörflicher Spar- und Kreditprogramme und anderer nachhaltiger Geschäftspraktiken schließt den Kreis, da Armut und Arbeitslosigkeit Ursachen für die Fortsetzung der bewaffneten Konflikte im östlichen Kongo sind. 

 Was wir durch unsere DDR-Programme bisher erreicht haben: 

• Weniger als 1% der reintegrierten Kinder und Jugendlichen schlossen sich erneut bewaffneten Gruppen an.
• Über 85% der geschulten Schlüsselakteure, darunter auch Anführer bewaffneter Gruppen, haben Verpflichtungserklärungen unterzeichnet, auf den Einsatz von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren in bewaffneten Gruppen zu verzichten oder diesen zu verhindern.
• Über 90% der Kinder und Jugendlichen, die Streitkräften und bewaffneten Gruppen angeschlossen waren, besuchen ein Jahr nach ihrer Demobilisierung weiterhin die Schule.
• Über 30 Friedensprojekte wurden von den wieder integrierten Jugendlichen durchgeführt, um den Frieden in ihren Gemeinden zu fördern.

Instrumente:
Prävention und Sensibilisierung für internationale und nationale Gesetzgebung bezüglich des Einsatzes von Kindern und Jugendlichen in bewaffneten Gruppen;

Rehabilitation: Psychosoziale Beratung, Alphabetisierungs- und Rechenkurse, schulische und berufliche Bildung, Ausarbeitung eines Lebensplans und sportliche und kulturelle Aktivitäten in der Freizeit.

Ausbildung von kommunalen ‚Focal Points‘ (Ansprechpersonen für Betroffene); Einbindung der reintegrierten Kinder und Jugendlichen in Bildungs- oder einkommensschaffende Maßnahmen sowie in Friedensprojekte und Jugendverbände.